In der Erphokirche steht seit Sonntag das erste Domkunstobjekt
– Von Annette Waschbüsch, Münstersche Zeitung am 06.02.2012 –

MÜNSTER. Leuchtend bunt und voller Strahlkraft – so sieht es aus, das erste Domkunstobjekt. Am Sonntag wurde das farbig-transparente Kunstwerk in seinem neuen Zuhause in der Erphokirche enthüllt. Gestiftet hat es der Verein der Domfreunde. Das Werk stellt das Westportal des St.-Paulus-Doms dar. Die stilisierten Silhouetten der Kirche sind kreuzförmig angeordnet und in einem schlichten schwarzen Metallrahmen befestigt. Ein unsichtbares Niedervoltlämpchen sorgt für das innere Leuchten. „Das Acrylmaterial ist wunderbar“, sagt Dieter Sieger. Der münstersche Industriedesigner und Architekt hat das Modell im Auftrag der Domfreunde entworfen. Die Scheiben nehmen über die Flächen das Licht auf und geben es über die Kanten wieder ab, erklärt Sieger. „Der Dom strahlt als Mittelpunkt des Bistums in alle vier Himmelsrichtungen aus.“

Soziales Engagement
Für Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin und Vorsitzende der Domfreunde, ist der Dom ein Symbol für das christlich-soziale Handeln. Somit sei das Objekt auch als Symbol für das soziale Engagement der Domfreunde gedacht. Mit zahlreichen Spendenaktionen – wie durch den Verkauf der Domsteine – mache man sich stark für eine Vielzahl sozialer Projekte und Stiftungen. Dass das erste Domkunstobjekt ausgerechnet in der Erphokirche steht, ist kein Zufall. Denn der Namensgeber der Kirche, Bischof Erpho, hatte eine ganz besondere Beziehung zum Dom: Er hat ihn im Jahr 1090 geweiht. „Das ist heute ein historischer Moment“, sagt Pfarrer Hubertus Krampe. „Denn das Geschenk ist bisher einzigartig und ein weiteres Zeichen der Kunst in unserer Kirche.“ Auch bei den Gemeindemitgliedern scheint das Objekt gut anzukommen. Nach dem Gottesdienst ist der bunte Dom umringt von Interessierten, die sich von Dieter Sieger technische Details und Feinheiten der Fertigung erklären lassen.

Ein buntes Geschenk voller Strahlkraft: Hubertus Krampe, Dorothee Feller und Dieter Sieger (v.l.) mit dem ersten Domkunstobjekt in der Erphokirche. MZ-Foto Waschbüsch

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